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Brief an einen Fremden
Schreib einen handgeschriebenen Brief an jemanden, den du noch nie getroffen hast. Gieß dich selbst aufs Papier. Schick ihn in die Welt.
€ 2–5
Budget
Erden
Tempo
Einen Brief an einen Fremden zu schreiben fühlt sich anders an als jede andere Form der Kommunikation. Deine Hände ruhen auf schwerem Papier, dein Stift wartet, und irgendwo in der Welt wird jemand, den du nie getroffen hast, deine Worte lesen. Dieser Gedanke macht dich ehrlicher, als du es erwartet hättest. Ohne den Druck vertrauter Augen, die dich beurteilen, kommen Gedanken an die Oberfläche, die du normalerweise für dich behältst. Das Papier saugt nicht nur Tinte auf, sondern auch die Dinge, die du seit Monaten mit dir trägst, ohne sie auszusprechen.
Die meisten Menschen entdecken, dass sie mehr zu sagen haben, als sie dachten. Was als einfacher Gruß beginnt, wächst zu einem Gespräch mit der Welt selbst heran. Du schreibst über kleine Beobachtungen, große Fragen, die Farbe des heutigen Himmels. Der Brief wird zu einem Schnappschuss davon, wer du an diesem Tag, in dieser Stunde bist. Und wenn du den Umschlag schließlich zuklebst, spürst du, wie sich etwas verschiebt. Du hast dich selbst aufs Papier gelegt und das Vertrauen dem Universum übergeben.
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von PlayTryBe team
Such dir gutes Papier. Kein Druckerpapier, sondern etwas mit Textur, Gewicht, Präsenz. Geh wenn nötig in ein Schreibwarengeschäft. Wähl einen Umschlag, der sich wie eine Einladung anfühlt.
3Setz dich irgendwo hin, wo es ruhig ist, das Papier vor dir. Kein Handy. Ein Stift, der sich gut in der Hand anfühlt. Das ist ein Ritual, keine Aufgabe.
Bevor du schreibst: Schließ die Augen. Stell dir die Person vor, die das hier öffnen wird. Du kennst weder ihren Namen noch ihr Gesicht noch ihre Geschichte. Stell dir einfach ihre Hände vor, die deine Worte halten.
Beginne mit: "Lieber Fremder." Dann schreib, was auch immer kommt. Was du über das Leben glaubst. Was du gerade lernst. Eine Frage, die dich begleitet. Eine Beobachtung von deinem heutigen Spaziergang.
Vorschlag: Schreib, als würdest du nie beurteilt werden. Denn das wirst du nicht, diese Person wird dich niemals treffen.Füll mindestens eine ganze Seite. Beide Seiten, wenn die Worte weiter fließen. Nicht redigieren. Streich durch, was sein muss, aber fang nicht von vorne an.
An jemanden zu schreiben, den ich nie treffen werde, fühlte sich sicherer an als an jemanden zu schreiben, den ich kenne. Auf zwei Seiten war ich ehrlicher als in monatelangen Gesprächen.
Unterschreib so, wie es sich richtig anfühlt. Dein Vorname, eine Zeichnung oder einfach "jemand, der hier war." Falte den Brief sorgfältig. Leg ihn in den Umschlag.
2Schick ihn ab. Nutze PostCrossing für eine zufällige Adresse, oder lass ihn in einem Bibliotheksbuch, auf einer Parkbank oder in einem Café liegen. Lass ihn los.
Vorschlag: Das Loslassen ist der Punkt. Du hast etwas Echtes geschrieben und es der Welt angeboten, ohne eine Erwartung zu haben.Für alle, die das nachmachen
Mach es uns nach
Vorschläge
- Verwende echtes Briefpapier. Das Papier ist wichtig, es zeigt dem Empfänger, dass dir etwas daran lag.
- Schreib mit einem Stift, nicht mit Bleistift. Verbindlichkeit auf Papier spiegelt Verbindlichkeit im Leben wider.
- Plan nicht, was du sagen willst. Lass den Stift führen. Die besten Briefe überraschen auch den Schreiber.
- Nutze einen Dienst wie PostCrossing, oder adressiere den Brief einfach an "Die Person, die das hier findet" und lass ihn irgendwo liegen.
Variationen
Zukünftiges Ich
Zukünftiges Ich: Schreib den Brief an dich selbst, in einem Jahr. Versiegele ihn. Stell eine Kalender-Erinnerung, um ihn zu öffnen.
- Notiz: Zukünftiges Ich: Schreib den Brief an dich selbst, in einem Jahr. Versiegele ihn. Stell eine Kalender-Erinnerung, um ihn zu öffnen.
Dankesbrief
Dankesbrief: Schreib an jemanden, der dich geprägt hat, ohne es zu wissen. Ein Lehrer, ein Barista, ein Fremder im Zug.
- Notiz: Dankesbrief: Schreib an jemanden, der dich geprägt hat, ohne es zu wissen. Ein Lehrer, ein Barista, ein Fremder im Zug.
Buchbrief
Buchbrief: Schreib einen Brief und steck ihn in ein Bibliotheksbuch. Lass ihn jemanden in Jahren finden.
- Notiz: Buchbrief: Schreib einen Brief und steck ihn in ein Bibliotheksbuch. Lass ihn jemanden in Jahren finden.
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